Mark Aslan Kuschels Blog

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Review Dell Precision M4400

(Crossposting vom Windows Live Space)

In alter Tradition schreibe ich heute wieder ein Notebook Review. Seit April arbeite ich mit einem Dell M4400. Das Gerät ist eine ziemliche Rennmaschine und verfügt über folgende technische Daten:

CPU Intel Core2Duo T9550 @2,66GHz
RAM 4 GB PC800
HDD Seagate 320GB ST9320421ASG
Grafik NVIDIA Quadro FX 770M
Display 15,4” WUXGA 1920x1200
Netz Gigabit, b/g WLAN, HSPA
Sensoren GPS, Lichtsensor
Tastatur mit Beleuchtung
Leerlauf 27,0W
Betrieb 51,0W
Volllast 87,5W
Standby 3,6W
Abgeschaltet 1,2W
Akkulaufzeit ca. 3 Stunden
Gewicht 2,69 kg
Preis 2.213,40 €


Und so sieht das Gerät aus:

 

Zur Auslieferung war das Gerät mit Windows Vista Business x64 vorinstalliert, der Start dauerte mehrere Minuten. Sobald erst Mal Alles Geladen war, ließ sich mit dem Gerät jedoch zügig arbeiten. Ein Upgrade auf den RC von Windows 7 brachte damals nur leichten Performancegewinn, da die meiste Zeit mit den Tools und Treibern von Dell verbraten wird.

Als die Windows 7 Final auf den Markt kam entschied ich mich für eine Neuinstallation ohne die Tools von Dell und nun ist es richtig flott.

Das tägliche Arbeiten macht eigentlich auf dem Gerät richtig Spaß und mit den kleinen Raffinessen, wie der beleuchteten Tastatur, erstrecht. Wären dort nicht die technischen Schwierigkeiten.
Besonders unzufrieden bin ich mit der Grafikkarte des Gerätes. Sämtliche dieser Precisions bei uns haben das Problem, dass auf externen Monitoren “Grizzly-Effects” auftauchen. D.h. sobald dunkle Farben dargestellt werden sollen, sieht man irgendwas Anderes. Oder manchmal flackert das Bild willkürlich. Der Dell Support hatte schon mein komplettes Gerät sowie das Mainboard zwei Mal getauscht (ein Mal allerdings, weil die Tastatur irgendwelche Tasten emittierte, die ich nicht gedrückt hatte), jedoch bleiben die Probleme. Bei dem Grafikproblem scheint es sich um einen Serienfehler der Quadro FX770M zu handeln. Der Effekt lässt sich auf dem folgenden Bild betrachten. Es erscheinen Dunkelblaue Felder im Himmel.

Grizzly-Effects

Die Leistungsbewertung von Windows 7 lautet übrigens:
CPU: 6,3
RAM: 5,9
Grafik: 6,4
Spiele-Grafik: 6,4
HDD: 5,9
Gesamt: 5,9

Das integrierte HSPA Modem ist auch ein nettes Gimmick, jedoch bleibt die Verbindung wenig stabil während man Zug fährt, sodass ein HSPA Stick oder das Handy als Modem die bessere Wahl ist. Das gleiche gilt für den integrierten GPS Sensor, der ist nur bei strahlender Sonne zu gebrauchen, solange man sich nicht bewegt.
Was wirklich überzeugt an dem Gerät, ist der sehr leise CPU-Lüfter.

Dass bei der vielen Performance der Stromverbrauch hoch ist, verwundert nicht. Was ich jedoch nicht verstehe, wieso das Gerät im Aus-Zustand ganze 1,2W verbraucht. Das muss eigentlich nicht sein.

Insgesamt würde ich mir persönlich dieses Gerät nicht kaufen. Zum Reisen ist es zu schwer und auch zu dick (ganze 3,9cm!). Bei dem hohen Preis erwarte ich nicht nur Performance, sondern auch, dass die eingebauten Komponenten richtig funktionieren. Dass ich innerhalb von 7 Monaten schon drei Support-Fälle hatte, spricht nicht gerade für hohe Qualität. Meine Kollegen hat es nicht ganz so schlimm erwischt, aber keiner hat bisher, ohne Macken festzustellen, arbeiten können.